info_icon

Fehlgeburten

„Bei Ihnen sind in der Vergangenheit häufiger Fehlgeburten aufgetreten.“


In vielen Fällen ist der Schwangerschaftszeitpunkt ein Faktor bei Fehlgeburten. Bis zur 14. Schwangerschaftswoche post menstruationem (nach der Regelblutung errechnet) sprechen wir von frühen Fehlgeburten, die leider relativ häufig vorkommen. Wir gehen davon aus, dass bis zu 40 Prozent aller Frühschwangerschaften als Fehlgeburten enden. In über 50 Prozent dieser Fälle sind genetische Gründe dafür verantwortlich, wobei die genetische Störung entweder neu entstanden ist oder von den Eltern übertragen wurde.

Deshalb wird bei Paaren mit vielen Fehlgeburten eine Analyse der Chromosomen – den Trägern unserer Erbsubstanz – durchgeführt. Bei vier Prozent der Paare mit Fehlgeburten stellen wir dabei kleinere Veränderungen fest. Aber auch in diesen Fällen bestehen meistens weiterhin gute Chancen, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Sollte sich aus der Chromosomenanalyse jedoch der Befund ergeben, dass ein erhöhtes Risiko für ein behindertes Kind vorhanden ist, würden wir mit Ihnen eingehend darüber sprechen und dabei auch die Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik erörtern.

Die Gründe für späte Fehlgeburten sind vielschichtig. Gelegentlich können auch dabei genetische Ursachen eine Rolle spielen. Insbesondere wenn das Kind Fehlbildungen hatte oder zu klein gewachsen war.